Das Projekt stellte sich die Aufgabe zu „Monsanto“, den Vor- und Nachteilen von Agrarchemikalien, zu recherchieren – einem komplexen und widersprüchlichen Thema – und dies in einem künstlerischen Prozess zu hinterfragen. Die Choreographin Yeri Anarika erforschte mit einem Tänzer, einer Cellistin und einem Videokünstler Umsetzungsmöglichkeiten in ein Bühnen- und Kurzfilmformat.Inspiriert von dem Gemälde "Monsanto und Freunde lassen grüßen" von G. Göschel stellten sich u.a. Fragen: was ist

aus dem „Vagabunden“ der deutschen Romantik im Zeitalter der genmanipulierten Lebensmittel und dem Einsatz von

Agrochemikalien geworden? Wie kommt es, dass der Mensch vor 200 Jahren sich auf faszinierende Weise der Natur

zuwendet und sich als Teil von ihr fühlt, und dann nach all den Jahren eine zerstörerische Macht über die Natur

erzeugen kann?

Als weiteres Material, neben der fachlichen Recherche, dienten Interviews mit Menschen in der Uckermark, die in der

Landwirtschaft arbeiten, wobei nicht alle ausgewählten Interwiepartner sich dem kontroversen Thema stellen wollten.

Für das Künstlerteam war es im Gestaltungsprozess eine Herausforderung, die eigene Perspektive zu verlassen und

andere Blickwinkel einzunehmen. Vermittelt werden sollte die Botschaft, ohne den Anspruch auf eine finale Erkenntnis,

dass der Mensch sich aus seinem wohligen Weltbild heraus bewegen sollte, um sich dem eigenen Handeln bewusst zu

werden.

In tänzerischen und musikalischen Improvisationen entstanden verschiedene Gestaltungsansätze, die von der

Choreographin auf eine Essenz reduziert wurde. Der Tänzer erhielt seinen entscheidenden Impuls mit dem Kostüm

eines schweren altertümlichen Mantels, der ihn mit der Verkörperung eines Menschen konfrontierte, der getrieben von

seiner Vision, sich zu einer Person voller Gier, Neid, Gewalt und Macht entwickelt. Musikalisch konnten die dreiteilige

Cello Sonate von Georg Crumb diese Etappen hervorheben und musikdramaturgisch unterstreichen.

Mit filmischen Mitteln sollte die Zeitspanne von den letzten 200 Jahren abgebildet werden, sich reale Szenen mischen mit

Animationen, um den Prozess der Sichverlierens in der eigenen Vision und deren Scheitern darzustellen.

Im Entstehen ist ein finales Tanzstück, das sowohl ein kontroverses Thema wie "Monsanto" sowie zeitgenössische

Tanzkunst im ländlichen Raum vermittelt und Katalysatorwirkung haben kann.

Geplante Aufführungsorte: 2021 im MKC Templin und Quillo in Falkenhagen; Filmversion auf Internetplattformen.

Email Kontakt: yerianarika@icloud.com

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